Mit Lasergeschwindigkeit auf Partikelsuche

CleanRoomNet zum Wissens- und Technologietransfer in der Universität des Saarlandes

Eine bereits in 2012 stattgefundene Veranstaltung der Universität des Saarlandes durch Professor Dr. Guido Kickelbick, (Anorganische Festkörperchemie) und seine Mitarbeiter die ich besuchte, erweckten in mir den Wissenshunger. Auch meine Netzwerkpartner habe ich an dieser Neugierde teilnehmen lassen. Denn wir beschäftigen uns teilweise bereits über 2 Jahrzehnte mit der Reinraumtechnologie, sodass die jetzt stattgefundene Veranstaltung aus der ersten Kontaktaufnahme mit der Universität resultierte.

Ich tastete mich also an die Organisatoren dieser Veranstaltung KWT und ZPT heran und organisierte mit meinem Netzwerkpartner Dirk Steil (Becker Reinraumtechnik) diese Zusammenkunft.

Die Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer der Universität des Saarlandes, die Zentrale für Produktivität und Technologie Saar e.V. ZPT, sowie das Cleanroom-Netzwerk „CleanRoomNet“ trafen sich auf dem Campus der Universität des Saarlandes zum Thema: „Weiterentwicklung von Reinraumtechnologien“.

Ziel dieser Veranstaltung sollte sein, Ansatzpunkte und individuelle Schnittstellen für die Optimierung und Weiterentwicklung von Reinraumtechnologien zu finden.

Ein Kernthema dieses Treffens war beispielsweise: Um durch Oberflächenveränderungen die Reinigungsintervalle zu verlängern oder mikrobielles Wachstum zu verhindern. Dabei sollen sich potentielle Partner aus kleinen und mittleren saarländischen Unternehmen über den derzeitigen Wissens- und Technologiestand sowie über Kooperationsmöglichkeiten mit Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes austauschen und informieren können.

Die beiden Mitarbeiter, Dr. Carsten Gachot (Mitarbeiter von Professor Mücklich, Funktionswerkstoffe) sowie Dr. Tilman Sauerwald (Mitarbeiter von Professor  Schütze, Messtechnik) standen Rede und Antwort.

Die beiden Themen:  Laserinterferenzstruktur – ein Werkzeug zur Erzeugung maßgeschneiderter Oberflächen (Vorstellung des Bereichs Funktionswerkstoffe von Professor Dr. Ing. Frank Mücklich), wurde durch Dr. Carsten Gachot und Online – Messung von organischen Spurengasen in Innenräumen (Vorstellung des Bereichs Messtechnik von Professor Dr. rer. nat  Andreas Schütze, durch Dr. Tilman Sauerwald) wurden vorgestellt und interpretiert.

Im Hinblick auf die generelle Reibungs- und Verschleißproblematik ist festzustellen, dass pro Jahr enorme Kosten für Maschinen, Werkzeuge und Materialien aufgrund erhöhter Abnutzung verursacht werden. Um Verfahren und Materialien zu verbessern, die hohen Reibungsbelastungen ausgesetzt sind, befassen sich Professor Dr. Frank Mücklich und seine  Mitarbeiter unter anderem mit tribologischen Untersuchungen. Dabei kann sowohl die Minimierung der Reibung als auch deren Erhöhung (beispielsweise bei der Entwicklung von Brems- und Kupplungssysteme) von großem Interesse sein. Zur Minimierung der Reibung sind in den vergangenen Jahrzehnten bereits unzählige Methoden sowohl für trockene als auch geschmierte Reibungs-situationen entwickelt worden. Diese reichen von mechanischen Verfahren (Schleifen, Honen ect.) bis hin zu lithographischen Techniken (UV- oder Elektronenstrahllitho-graphie), Hochleistungsbeschichtungen (z.B. DLC Schichten) oder Texturierungsverfahren (z.B. Laserstrukturierung). Besonders laserstrukturierte Oberflächen scheinen hierbei vielversprechende Kandidaten für tribologische Anwendungen zu sein.

Physikalisch gesehen sind Reibungen, die Kontaminationsquellen auslösen, im Reinraum grundsätzlich zu vermeiden. Sollte jedoch die Funktion einer Reibung erforderlich sein, so sind Versuche, die die Minimierung der Kontamination unterstützen, unumgänglich, denn die Qualifizierung eines Reinraumes ist abhängig von deren geringen Partikelanzahl.

Die Online-Messung von organischen Gasen und Dämpfen in sehr niedrigen Konzentrationen (sub-ppm Bereich) ist derzeit ein aktuelles Forschungsthema von Professor Dr. Andreas Schütze und seinen Mitarbeitern. Das Ziel dabei ist es, die Belastung mit krebserregenden Substanzen wie beispielsweise Benzol, Naphthalin oder Formaldehyd zu überwachen und zu minimieren. Bisherige Analyseverfahren (z.B. GCMS) können zwar die benötigte Genauigkeit liefern, sind aber kosten- und auch zeitintensiv und werden daher häufig nur für größere Zeitintervalle eingesetzt. Eine Online-Messung dagegen ermöglicht die direkte Erfassung der Luftqualität und damit eine Regulation des Luftwechsels. Dies ist besonders in Räumen mit stark wechselndem Schadstoffeintrag (z.B. in Reinräumen) von Interesse. An ein solches Sensorsystem zur Online-Luftüberwachung in Innenräumen werden zwei wesentliche Anforderungen gestellt: Die Sensoren müssen zum einen hochempfindlich sein und zum anderen gefährliche Gase auch vor einem hohen Störungshintergrund noch detektieren können. Daher steht bei Professor Schütze und seinen Mitarbeitern die Forschung an chemischen Sensoren, im Besonderen resistive Halbleitersensoren und GasFETs, im Vordergrund.

Durch die drei Säulen:

· Forschung und Entwicklung

· Ständige Innovation der einzelnen Netzwerkpartner als auch

· Wissensaustausch und Technologietransfer

wird das Know-how und die Fachkompetenz des CleanRoomNet stets weiterentwickelt. Aus diesen Gründen sind solche Dialoggespräche für das Netzwerk unverzichtbar.

Der Meinungsaustausch mit den beiden Mitarbeitern der Universität war der Einstieg des Netzwerkes CleanRoomNet in eine faszinierende und von Wissenstransfer bestückte zukünftige Zusammenarbeit. Das Angebot dieser Wissensvertiefung, unterstützt durch die Zentrale für Produktivität und Technologie Saar e.V. kann positive Veränderungen im CleanRoomNet hervorrufen.

Bisher wurden bereits durch die beiden Partner: ZPT und Netzwerk drei saarländische Reinraum-Foren veranstaltet.

Das 1. Forum Saar beschäftigte sich allgemein mit den Problemen im Reinraum. Das 2. Forum widmete sich der Bauteilsauberkeit in der Automobilindustrie und das 3. Forum gab Hilfestellungen  für Apotheker, mit dem Thema: „Die Apotheke von Morgen“, von der Geschäftsidee bis zur Herstellererlaubnis. Mit diesem gleichen Thema veranstaltete das Netzwerk bereits 8 Symposien für Apotheker in der Central- Apotheke, in Steinbach im Taunus. So könnte beispielsweise das 4. Reinraumforum Saar eine gemeinsame Veranstaltung zwischen den Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes, ZPT und Netzwerkpartnern veranstaltet werden. Die Resonanz dieser drei Veranstaltungen, die jeweils im CFK in Spiesen-Elversberg veranstaltet wurden, waren so enorm und gleichzeitig eine Bestätigung für unsere Arbeit.

Was verbirgt sich hinter dem Netzwerk CleanRoomNet?

Die Idee, ein Netzwerk für alle Bereiche im Reinraum zu gründen, entstand bereits im Jahre 2004. Ziel war es, dem Kunden ein umfassendes Produkt- und Leistungsspektrum rund um den Reinraum zu bieten. Alles aus einer Hand: von der Reinraumplanung, über den Bau, bis hin zu Verbrauchsmaterialien, Reinigung und Schulungen. Mit sechs Partnerunternehmen, die das nötige Know-how in der Reinraumtechnologie sowie langjährige Kompetenz in der technischen Ausstattung mitbrachten, wurde 2005 das erste CleanRoomNet gegründet. 2010 wurde das Netzwerk im Zuge der sich stabilisierenden Konjunkturlage weiter ausgebaut.

Unser Leistungsportfolio: Alles aus einer Hand! Von der Planung über den Bau von Reinräumen bis hin zu den Schulungen Ihres Personals bietet Ihnen CleanRoomNet individuelle Leistungen für Ihr Reinraumprojekt. Ob Reinraumeinrichtungen, Reinraumbekleidung oder Schulung, profitieren Sie stets von unserer Fachkompetenz, unserer langjährigen Erfahrung und dem regelmäßigen Erfahrungsaustausch unserer Netzwerk-Partner sowie von dem Dialog mit Wissenschaftlern und Instituten.

Lassen Sie sich gerne von uns beraten zu den Themen:

– Reinraumeinrichtungen

– Turn-Key-Reinräume

– Bodenbeschichtungen

– Reinraumbekleidung

– Praxisbezogene Reinraumschulungen

– Aus- und Weiterbildungen

– Reinigung und Hygiene

– Dienstleistungen und Verpackung sowie

– Monotoring-Systeme

Ihr kompetenter Partner rund um den Reinraum.

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